Vom Sommerpraktikum zum eigenen Projekt: Vernetzung der Salzburger Umweltszene

Ein Gastbeitrag von Thomas Rewitzer

In Stadt und Land Salzburg gibt es eine größere Anzahl an Organisationen und Gruppen, die in verschiedenen Umweltbereichen aktiv sind. Diese Umweltgruppen sprechen intensiv Themen wie Klima-, Natur- Tierschutz aber auch Verkehr und Gerechtigkeit an. Unermüdlich und selbstlos organisieren sie ganzjährig Aktionen, Demonstrationen, Workshops und Projekte im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich. Insgesamt engagieren sich dabei unzählige Menschen, überwiegend im Ehrenamt. Sie alle haben ähnliche Ziele, Vorstellungen und Wünsche an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Diese Szene ist in Salzburg bedeutend, es findet allerdings nur eine sehr geringe Vernetzung zwischen den einzelnen Gruppierungen statt. Viele der ehrenamtlichen Teams agieren daher in ihren Aktionsbereichen ausdauernd, haben aber keinen oder nur sporadischen Kontakt zu ähnlichen Organisationen die vergleichbare Themen bearbeiten. Dies betrifft sowohl lose Aktionsgruppen als auch NPOs und NGOs mit festen Strukturen.

Durch mein Engagement in den verschiedensten Umweltorganisationen ist mir dieses Problem mit der Zeit aufgefallen. Als ich dann im Sommer 2020 ein Praktikum bei conSalis machen durfte und einen Einblick in Projektentwicklung und Organisationsberatung bekam, beschloss ich, ein eigenes Projekt zu entwickeln. Mit der Unterstützung von Mitgliedern der conSalis-Genossenschaft habe ich die Projektidee für die Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung entwickelt.

Tabea Klier, Foto © Agnes Wiener

Gemeinsam mit meiner Partnerin Tabea Klier möchte ich damit der Umweltszene eine niederschwellige Möglichkeit zur Vernetzung und Kooperation anbieten. Die Projekt, unter der Trägerschaft der Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, soll einer besseren Zusammenarbeit, einem gemeinsamen strategischen Vorgehen zu wichtigen Themen und der Verbesserung der Wirksamkeit der Arbeit von Umweltgruppen dienen.
Für die teilnehmenden Organisationen bietet sich die Möglichkeit, bei den Workshops viele andere Gruppen und Aktivist*innen kennen zu lernen, Synergien zu schaffen sowie ehrenamtliche Arbeitszeit und Kosten zu sparen. Zusätzlich haben die einzelnen Organisationen auch den Mehrwert, sich unkompliziert bei den anderen Vereinigungen vorzustellen. Dies spart Zeit und Ressourcen, ermöglicht daher Freistellungen für neue Projekte und bietet eine Basis für eine engere Zusammenarbeit. Mit der Salzburger Umwelt- und Nachhaltigkeitsvernetzung möchten wir die Vernetzung und Kooperation in der Umweltszene für ein Jahr lang begleiten. Sie beinhaltet vier Workshops mit begleitender Bearbeitung. Wir organisieren die Zusammenkünfte, geben nach Rücksprache mit den Umweltgruppen die aktuellen Themen vor, moderieren die Sitzungen und protokollieren Verlauf und Resultate für die Teilnehmer*innen.

In Zeiten der Klimakrise ist es unerlässlich, dass wir uns vernetzen und zusammenschließen. Gerade im ehrenamtlichen Bereich ist der Zeitfaktor immer wieder problematisch. Wir laden daher alle Interessierten Aktivist*innen und Umweltgruppierungen ein, sich für einzelne Workshops anzumelden, mitzusprechen und Vorschläge einzubringen.
Bei Interesse: thomas.rewitzer@stud.sbg.ac.at

Thomas Rewitzer, Foto © privat


Thomas Rewitzer (BA), studiert Geographie an der Universität Salzburg mit Masterschwerpunkt: Stadtökologie und Management von Ökosystemen, er war 2017-2020 Gemeindeverteter in Grödig und Mitglied des Umweltausschusses, engagiert sich bei mehreren Naturschutzgruppen, ist Referent und Gründer des Umweltreferats der ÖH Universität Salzburg und Mitglied im Fachbeirat des Naturschutzbundes Salzburg

Titelfoto: pixabay

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